Digitale Fotografie
April 9, 2010Im Allgemeinen bezeichnet Fotografie ein Verfahren zur Erstellung von Bildern auf einer lichtempfindlichen Fläche. Beim Fotografieren wird ein Lichtbild durch ein optisches Verfahren auf ein Medium projiziert. Bei der analogen Fotografie wird das Bild dort eingefangen und dauerhaft gespeichert. Bei der digitalen Fotografie wird das Motiv in elektronische Daten umgewandelt und auf einem Datenträger oder auf dem Computer gespeichert.
Entstehung und Entwicklung der digitalen Fotografie
Die Geschichte der Digitalkamera reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Im Jahr 1963 erfindet David Paul Gregg an der Stanford University (USA) die Videodisk-Kamera. Sie ist die weltweit erste Kamera, auf der optische Bilder digital gespeichert werden konnten. 1969 erfanden Willard Boyle und George Smith die Basis für CCD (charged cupled device). CCD ist ein lichtempfindlicher Chip, ein Medium zum Speichern von Daten. Seine Erfindung ebnet der digitalen Fotografie den Durchbruch.
Die erste „richtige“ Digitalkamera erlebte ihre Geburtsstunde im Jahr 1975. Sie wurde von Kodak konstruiert und brauchte 23 Sekunden, um ein einziges Bild auf eine Digitalkassette zu speichern. Anstatt eines Films enthält eine Digitallkamera einen elektronischen Bildwandler (auch Bildsensor genannt) und ein digitales Speichermedium. Die Aufnahmefunktion basiert bei einer Digitalkamera auf der Videotechnik
In den 1980er Jahren benutzten vor allem professionelle Fotografen Digitalkameras für ihre Aufnahmen im Bereich der Mode-, Studio- und Werbefotografie. Journalisten und Reportagefotografen arbeiteten erst ab Mitte der 90er Jahre mit digitalen Fotokameras.
Im Heimanwenderbereich setzte sich die digitale Fotografie erst gegen Ende der 90er Jahre durch. Digitalkameras waren teuer und es gab nicht viele Modelle auf dem Markt, die zu günstigen Preisen angeboten wurden.
In den letzten Jahren hat sich die Digitalkamera auf dem Markt etabliert. In Deutschland gibt es im Jahr 2010 nur noch wenige Haushalte, in denen keine Digitalkamera vorhanden ist. Günstige Modelle sind heutzutage bereits für weniger als 100 Euro erhältlich und viele Verbraucher haben die Vorteile der digitalen Fotografie erkannt. Digitale Bilder können auf Speichermedien archiviert und am heimischen PC ausgedruckt werden. In vielen Fotogeschäften kann man neben Fotofilmen auch Digitalfotos entwickeln lassen.
Im Zeitalter des World Wide Web lassen sich natürlich auch online Digitalfotos bestellen. Eine Vielzahl verschiedener Anbieter offerieren diesen Service. Alle gängigen Drogeriemärkte, wie zum Beispiel Rossmann und Schlecker, und auch viele Fotogeschäfte sind mit virtuellen Fotolaboren im Internet vertreten. Auf ihren Webseiten kann man sich als Kunde registrieren und ein Profil einrichten. Anschließend kann man seine Fotos kann man seine Fotos dort hochladen oder per E-Mail an den Anbieter versenden und bekommt nach einigen Tagen die gewünschte Anzahl von Abzügen zugeschickt. Probieren Sie es doch einmal aus!
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